Über uns

Vorgeschichte

Die Schützengesellschaft Uetendorf hat ihren Ursprung im Jahre 1870. Damals, am 15. September, wurde von zwanzig begeisterten Schützen die Feldschützengesellschaft gegründet. Bereits am 2. Oktober des selben Jahres wurde einen Vorstand zusammen gestellt. Der erste Präsident der neu gegründeten Gesellschaft hiess Pfister Friedrich.

In dieser Zeit wurde auf eine Distanz von 350, 400, 600 und unbekannte Schritte geschossen. Im Jahre 1872 wurde die Distanz in Meter angegeben und man Schoss auf 225, 300, 400, 450 und 500 Meter.

Bereits im frühen 20. Jahrhundert konnte die Feldschützengesellschaft Uetendorf beachtliche Erfolge im Schiesssport feiern. Im Jahre 1912 nahm die Sektion am Kantonalschützenfest in Herzogenbuchsee teil. Den Sektionswettkampf der Kategorie „Kleine Sektionen“ wurde mit einem Punkteschnitt von 23,313 auf dem 1. Rang beendet. Neun Jahre später, 1921, erreichte man am Berner Kantonalschützenfest in Interlaken mit 23,050 Punkten den 7. Rang. Das selbe Kantonalschützenfest wurde im Jahre 1926 mit 43,0368 Punkten auf dem 11. Rang beendet.

Im Jahre 1930 führte die Feldschützengesellschaft Uetendorf ein Oberländisches Schützenfest durch. Man erreichte einen Punkte Durchschnitt von 44,7368 und eroberte den 1. Rang.

Am 31. Eidgenössischen Feldsektionswettschiessen erreichte man 74,066 Punkte, was in der Kategorie I (Kleine Sektionen) unter 244 Sektionen den hervorragenden 7. Schlussrang einbrachte. 1934 fand in Freiburg das Eidgenössische Schützenfest statt. Mit dem 18. Rang erhielt die Gesellschaft einen Lorbeerkranz mit Goldzweig.

Ab dem Jahre 1883 waren die sogenannten „Mussschützen“, schiesspflichtige „Militärs“, verpflichtet, das obligatorische Programm in einem Schiessverein zu tätigen. Die Feldschützengesellschaft Uetendorf bestand nun aus den eigentlichen Feldschützen, die neben dem obligatorischen Programm auch freiwillige Übungen absolvierten und einen höheren Beitrag zahlten, sowie aus den Schiesspflichtigen, die nur das heute genannte Bundesprogramm schossen und einen tieferen Beitrag berappten. Im Jahre 1900 beschlossen die Feldschützen, eine Militärschützengesellschaft, mit besonderen Statuten und einem Präsidenten zu gründen. Damit wollte man die Schützen nicht in zwei Gesellschaften trennen, vielmehr die Trennung von „Mussschützen“ und „Sportschützen“. Der Vorstand war für beide Vereine verantwortlich. Die Militärschützen waren berechtigt, einen Vertrauensmann in den Vorstand zu wählen.

Im Frühjahr 1891 trennten sich die Militärschützen vollständig von den Feldschützen. Uetendorf hatte nun zwei Schützenvereine; Feldschützengesellschaft und Militärschützengesellschaft.

Wiedervereinigung

Am 26. Februar 1938 stimmten beide Vereine einer Wiedervereinigung zu. An der Gründungsversammlung, die am 13. März 1938 um 13.00 Uhr im Gasthof zum „Rössli“ staff fand, nahmen hochrangige Politiker teil. Die Gästeliste sah wie folgt aus:

– Regierungsrat und Militärdirektor Herr Joss
– Kreiskommandant Herr Major Spichti
– Kreiskommandant Herr Oberstlt. Senften
– Herr Oberst Fritz Indermühle
– Herr Hptm. Stucki, Präsident der Schiesskommission
– Herr Oblt. Schaffer, Kontrollmitglied der Schiesskommission
– Herr Zwahlen, Präsident des Oberländischen Schützenverbandes
– Herr Wyler, Präsident des Emmentalischen Schützenverbandes
– Einwohnergemeinderat von Uetendorf
– Musikverein Uetendorf sowie Männerchor Uetendorf

Kreiskommandant Spichti schliesst die Versammlung um 15.30 mit den Worten:“Einigkeit und Vertrauen mögen weiter gedeihen in den Gauen von Uetendorf!“.

Bereits drei Tage später, am 16. März 1938, fand die erste Vorstandssitzung statt. Dabei wurde beschlossen, dass die Namen auf den Fahnen umgeändert werden.

1940 kaufte die Schützengesellschaft Uetendorf 21 Aren Land von Herrn O. Messerli. Zwar wurde der Kaufpreis von der Gemeinde bezahlt, das Land war aber Eigentum der Gesellschaft. Noch im selben Jahr wurde der Stand umgebaut.

Zwar gab es nach der Fusionierung bezüglich Erfolgen einige Rückschläge, dennoch konnten grosse Erfolge gefeiert werden. Am Eidgenössischen Schützenfest in Lausanne, das im Jahre 1954 statt fand, erreichte man mit 50.500 Punkten den 19. Rang. Im selben Jahr gewann die Gruppe „Hofmättli“ mit 649 Punkten das Blattenheidschiessen. An den Schweiz. Gruppenmeisterschaften erreichte die selbe Gruppe den hervorragenden 4. Schlussrang. Neben den Sektionsresultaten war es hauptsächlich diese obengenannte Gruppe „Hofmättli“ die zahlreiche Erfolge für die Gesellschaft feiern konnte:

1956 Blattenheidschiessen mit 648 Punkte 1. Rang
1958 Blattenheidschiessen mit 649 Punkte 1. Rang
1961 Blattenheidschiessen mit 643 Punkte 1. Rang
1964 Ryfflischiessen mit 655 Punkte 1. Rang
1966 Blattenheidschiessen mit 643 Punkte 1. Rang
1967 Burgschiessen mit 1096 Punkte 1. Rang
1968 Burgschiessen mit 1093 Punkte 1. Rang
1968 Blattenheidschiessen mit 664 Punkte 1. Rang
1968 Schweiz. Gruppenmeisterschaft 25. Schlussrang
1969 Burgschiessen mit 525 Punkte 1. Rang
1969 Blattenheidschiessen mit 655 Punkte 1. Rang

Diese Erfolge sind auf die Gruppe „Hofmättli“ zurück zu führen.

Kurioses

1949 ereignete sich ein Unfall der besonderen Art. Ein 3jähriges Kind spielte bei seinen Eltern, wohnhaft in Längenbühl / Kleinismaad, im Freien. Das vorderste Glied des linken Ringfingers wurde im plötzlich durch ein Geschoss weggeschlagen. Der Verdacht richtete sich gegen die Schützengesellschaft Uetendorf, da diese zu dieser Zeit eine Schiessübung abhielt. Obwohl der unglückliche Vorfall nie abgeklärt werden konnte, bezahlte die Unfallversicherung der Schweiz. Schützenvereine dem verunfallten Kinde eine Entschädigung in Höhe von Fr. 3,000.– und übernahm sämtliche Arztkosten.

1952 wurde die Schützengesellschaft Uetendorf wegen Nichteinhaltung der Predigtpause zu einer Busse von Fr. 35.– verknurrt.

1964 Wurde das Schützenhaus von einem Blitzschlag heimgesucht. Signalanlage und Telefon wurden dabei zerstört, Ziegel und Balken beschädigt.

Die Präsidenten

Die Führung der fusionierten Gesellschaften sollen aus Ehre hier erwähnt werden.
1938 – 1944: Jampen Alexander
1944 – 1948: Studer Isidor
1948 – 1954: Lanz Hermann
1954 – 1968: Jampen Oskar
1968 – xxxx: Baumann Fritz